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Corona-Krise schürt Unsicherheit

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Die Corona-Pandemie verunsichert die Arbeitnehmer. 56 Prozent halten einen Jobwechsel aktuell für riskant. Bei 41 Prozent herrscht Unsicherheit, was die Krise für sie selbst und die Kollegen bedeutet. Das schlägt sich auch auf die Stimmung in der Belegschaft nieder. 36 Prozent haben sogar Zukunftsängste und sind besorgt, dass auf Kurzarbeit Entlassungen folgen könnten. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) stellt drastische Budgetstopps im Unternehmen fest und vermutet, dass der Gürtel auch in Zukunft enger geschnallt werden muss. Das zeigt die repräsentative Talents & Trends-Befragung der Outplacement- und Karriereberatung von Rundstedt bei tausend Teilnehmern.

Talents und Trends Statistik über Auswirkung von Corona im Arbeitsalltag

Homeoffice birgt Vor- und Nachteile

Eine der größten Veränderungen in der Krise stellt das Arbeiten von zu Hause aus dar. 42 Prozent der Befragten schätzen die flexiblen Arbeitszeiten im Homeoffice und möchten auch in Zukunft öfter von zu Hause arbeiten. Bei den Frauen sind es mit 45 Prozent mehr als bei den Männern mit 38 Prozent. Gleichzeitig stellen die Befragten fest, dass es im Homeoffice keine klare Trennung mehr zwischen Berufs- und Privatleben gibt. Kinder, Partner oder Hausarbeiten lenken stark von der Arbeit ab (41 Prozent).

Digitaltechnik verändert den Arbeitsalltag

36 Prozent der Beschäftigten sind davon überzeugt, dass sich durch die Krise im Unternehmen auch künftig einiges ändern wird. Insbesondere in Bezug auf Digitaltechnik zeichnet sich ein Wandel ab. Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) findet, dass Meetings, Dienstreisen und Geschäftsessen dank der Kommunikationstechnik auch ohne persönliche Anwesenheit bewerkstelligt werden können. Auch der Austausch mit den Kollegen funktioniert vom Homeoffice aus anhand von digitalen Tools. 38 Prozent sind sogar der Meinung, dass sich die interne Kommunikation durch regelmäßige Telefon- und Videokonferenzen verbessert hat. Eine grundsätzliche digitale Aufrüstung im Unternehmen bemerken vor allem die 18- bis 29-Jährigen (34 Prozent), wohingegen die 50- bis 69-Jährigen diese weniger wahrnehmen (24 Prozent).

Talents & Trends ist eine regelmäßig stattfindende Erhebung zu den Trend-Themen im Arbeitsmarkt. Die Outplacement-Beratung von Rundstedt befragt dabei gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG rund 1.000 Männer und Frauen. Die Stichprobe entspricht nach Alter, Geschlecht und Region der repräsentativen Verteilung der deutschen Bevölkerung. Die unabhängige Online-Erhebung fand im Juni 2020 statt

AUTOR(EN)

Bärbel Schwertfeger ist Diplom-Psychologin, seit 1985 freie Journalistin und Chefredakteurin von WIRTSCHAFTSPSYCHOLOGIE HEUTE.